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Edersee
Daten |
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| Technische Daten |
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| Länge des Edersees: |
27km |
Oberfläche: |
12km² |
| Größte Breite: |
1000m |
Maximale Tiefe: |
42m |
| Geringste Breite: |
175m |
Baujahr: |
1908-1914 |
| Länge der Staumauer: |
400m |
Maximaler Inhalt: |
199,55 Mill.m³ |
Alle Angaben bei Vollstau (244,97m über NN) |
| Aufgaben der Talsperre |
Die Talsperre hatte bei der
Inbetriebnahme 1914 folgende Aufgaben:
- Wasserentnahme für den Mittellandkanal aus
der Weser in Niedrigwasserzeiten ausgleichen
- Niedrigwasseraufhöhung der Oberweser
- Hochwasserschutz für die untere Eder, die
untere Fulda und die Weser
- Energiegewinnung durch Wasserkraftnutzung
Die Wasserentnahme für den Mittellandkanal ist
seit 1960 nicht mehr notwendig. Dagegen sind im Laufe der Zeit zusätzliche
Nutzungsarten hinzugekommen, wie die
- die Berufs- und Sportfischerei,
- der Fremdenverkehr mit Wassersport, Fahrgastschiffahrt,
Hotels, Pensionen und Campingplätzen.
Damit hat sich der Edersee auch zu einem wesentlichen
Wirtschaftsfaktor des Landkreises Waldeck-Frankenberg entwickelt.
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| Bau der Talsperre |
Der Bau der Edertalsperre
war für damalige Verhältnisse ein riesiges Projekt. Mehr als 1000
Arbeiter aus der Region aber auch aus Italien, Serbien, Kroatien und
Polen verbauten in nur 6 Jahren 300.000 Kubikmeter Bruchstein.
So entstand ein Bauwerk mit beeindruckenden Abmessungen:
- Stärke an der Sohle: 36m
- Stärke an der Krone: 6m
- Länge an der Sohle: 300m
- Länge an der Krone: 400m
- Höhe der Mauer: 47m
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| Versunkene Dörfer |
Durch den Bau der Talsperre
verloren etwa 700 Menschen ihren angestammten Lebensraum. Die 3 Dörfer
Bringhausen, Asel und Berich wurden vom Edersee überflutet. Die Bewohner
von Bringhausen und Asel wurden oberhalb ihrer versunkenen Orte neu
angesiedelt. Die Gemeinde Berich wurde als Neu-Berich bei Arolsen
neu gegründet.
Herzhausen, Harbshausen und Nieder-Werbe verloren mehrere Höfe und
einen Großteil ihres fruchtbaren Ackerlandes.
Noch heute sind die Grundmauern der versunkenen Dörfer ab Spätsommer
bei Niedrigwasser zu besichtigen. Die alte Brücke bei Asel kann sogar
noch zu Fuß überquert werden. |
| Die Bombardierung der Edertalsperre |
Am 17.Mai 1943 bombardierten
britische Flugzeuge der Royal Airforce die Sperrmauer. Eine speziell
entwickelte Rotationsbombe traf die Mauer und riss ein 70m breites
und 20m tiefes Loch in das Bauwerk. Die Talsperre war zu diesem Zeitpunkt
mit 200 Millionen Kubikmeter Wasser randvoll gefüllt. 160 Millionen
Kubikmeter Wasser ergossen sich mit ungeheurerer Wucht innerhalb weniger
Stunden in das Edertal.
Das Wasser richtete erhebliche Schäden an Häusern, Brücken und Ackerland
an. Insgesamt starben 47 Menschen in den Fluten, wobei der Großteil
der Todesopfer aus den Dörfern Hemfurth, Affoldern und Bergheim stammte.
Aber auch im 40km entfernten Kassel starben noch Menschen.
Direkt nach der Katastrophe wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Durch
ein großes Aufgebot an Menschen und Maschinen konnte die Bombenlücke
in nur 4 Monaten geschlossen werden, so dass die Edertalsperre noch
vor Einsetzen der Herbstniederschläge wieder einsatzbereit war. |
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